Erneutes vorläufiges Fahrverbot für die Schützenpanzer M113 der Armee (la version française suivra)
Berne, 10.02.2026 — Bei der Instandhaltung an den Schützenpanzern des Typs M113 wurden technische Probleme am Seitenantrieb festgestellt, welche den Schützenpanzer unter Umständen lenk- und bremsunfähig machen können. Sicherheit hat höchste Priorität, deshalb hat die Armee ein vorläufiges Fahrverbot für die gesamte M113-Flotte verfügt. Betroffen sind 238 Fahrzeuge.
Sicherheit hat für die Armee höchste Priorität, deshalb hat der Chef der Logistikbasis der Armee, Divisionär Rolf Siegenthaler, ein sofortiges Fahrverbot für sämtliche 238 Fahrzeuge der M113-Flotte der Armee verfügt. Dieses bleibt bestehen, bis die Mängel vollständig behoben werden können. Die Ursachen der technischen Probleme sind in Abklärung.
Im Rahmen der Instandhaltung wurden beim Schützenpanzer M113 Mängel am Seitenantrieb entdeckt. So wurden etwa Metallteile im Öl sowie eine erhöhte Schwergängigkeit des Seitenantriebs festgestellt. Die Fehleranalyse führte die festgestellten Defekte voraussichtlich auf ein Zylinderrollenlager zurück, das nicht den Spezifikationen entspricht. Das betroffene Material wurde im Zuge der letzten Revision verbaut.
Bereits Ende 2023 vorsorgliches Fahrverbot
Bereits im Dezember 2023 musste die gesamt M113-Flotte vorübergehend stillgelegt werden. Damals wurde ein Mangel bei der Antriebswelle festgestellt. Auch damals hatte die Armee aus Sicherheitsgründen ein vorläufiges Fahrverbot erlassen. Die vollständige Wiederinstandstellung dauerte aufgrund der schwierigen Ersatzteilbeschaffung bis Ende 2025 und kostete rund Fr. 2,6 Mio.
Seit über 50 Jahren bei der Armee im Einsatz
Bei der M113-Flotte handelt es sich teils um über 50jährige Fahrzeuge. Heute sind in der Armee noch 238 solcher Fahrzeuge im Einsatz. Deren Ablösung ist in verschiedenen Rüstungsprogrammen geplant.
Die Armee setzt M113 als Schützenpanzer in verschiedenen Ausführungen ein: Bei den Panzersappeuren und den Sicherungskompanien der Mechanisierten Brigaden finden sie als Mannschaftstransporter Verwendung, während die Artillerie sie für die Feuerführung und Feuerleitung benötigt.
