Bruttoinlandprodukt im 4. Quartal 2025: Leichtes Wachstum der Schweizer Wirtschaft
Bern, 27.02.2026 — Im 4. Quartal 2025 wuchs das Sportevent-bereinigte Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz um 0,2 %, nach einem Rückgang von 0,4 % im Vorquartal.[1][2] Damit stabilisierte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zum Jahresende. Die Branchen entwickelten sich uneinheitlich. Die Binnennachfrage stützte die Entwicklung.
Die chemisch-pharmazeutische Industrie (+1,9 %) kehrte nach dem starken Rückgang im Vorquartal zu einem moderaten Wachstum zurück, begleitet von einem Anstieg der Ausfuhren chemisch-pharmazeutischer Produkte. Im Zuge einer verhaltenen Umsatz‑ und Exportentwicklung registrierte das übrige verarbeitende Gewerbe (−1,3 %) hingegen einen Rückgang der Wertschöpfung. Insgesamt stagnierte die Wertschöpfung des Industriesektors (−0,0 %), und die Warenexporte[3] (+0,6 %) stiegen nach zwei rückläufigen Quartalen leicht an.
Stabilisierend wirkte indessen die inländische Endnachfrage (+0,5 %). Der private Konsum (+0,4 %) wuchs abermals solide: Neben den Einkäufen von Bekleidung und Schuhen wurden vor allem die Ausgaben für Wohnen und Energie sowie für Gesundheit ausgeweitet. Zudem verzeichneten die Bauinvestitionen (+1,0 %) im Zuge einer erhöhten Bautätigkeit im Hochbau ein deutliches Wachstum. Entsprechend erhöhte sich die Wertschöpfung im Baugewerbe (+0,6 %). Die Ausrüstungsinvestitionen (+0,6 %) legten ebenfalls zu, gestützt im Wesentlichen von Investitionen in Forschung und Entwicklung. Vor dem Hintergrund der insgesamt robusten Binnennachfrage nahmen die Importe[4] (+2,7 %) zu.
Von der stabilen Konsumnachfrage profitierte insbesondere der Detailhandel (+2,0 %), was sich in einem Anstieg der Wertschöpfung im Handel (+1,7 %) widerspiegelte. Im Zuge steigender Logiernächte inländischer und ausländischer Gäste registrierte auch das Gastgewerbe (+1,1 %) einen Wertschöpfungszuwachs. Trotz stützender Effekte des Personentransports ging die Wertschöpfung in der Transportbranche (−0,8 %) aufgrund des rückläufigen Gütertransports zurück. Die übrigen Dienstleistungsbranchen wie die Finanzdienstleistungen (−0,6 %), die unternehmensnahen Dienstleistungen (−0,3 %) und die öffentliche Verwaltung (+0,2 %) verzeichneten eine schwache oder rückläufige Entwicklung. In der Summe blieb das Wachstum des Dienstleistungssektors (+0,2 %) hinter seinem historischen Mittel zurück. Im Einklang damit sanken die Dienstleistungsexporte[5] (−0,3 %) leicht.
Ausführliche Ergebnisse für das Jahr 2025
Gemäss den vorliegenden provisorischen Ergebnissen wuchs das Sportevent-bereinigte BIP im Jahr 2025 um 1,4 %, nach 1,2 % im Vorjahr.[6] Unbereinigt resultierte für 2025 ein BIP‑Wachstum von 1,3 %, nach 1,4 % im Vorjahr.
Die Binnennachfrage stützte die wirtschaftliche Entwicklung insbesondere dank eines soliden Wachstums des privaten Konsums. Demgegenüber bremste der Aussenhandel das BIP‑Wachstum, da die Exporte nur unterdurchschnittlich zunahmen, während die Importe deutlich stiegen.
Hinweis
Die Daten sowie die Konjunkturtendenzen Frühjahr 2026 mit weiteren Informationen zum BIP im 4. Quartal sowie zum BIP im Gesamtjahr 2025 finden sich unter www.seco.admin.ch/bip.
[1] Unverändertes Resultat für das 4. Quartal gegenüber dem Flash‑BIP rund 45 Tage nach Quartalsende (+0,2 %).
[2] Um die konjunkturelle Interpretation zu erleichtern, werden in dieser Mitteilung reale, saison- und (wo zutreffend) Sportevent-bereinigte Wachstumsraten gegenüber dem Vorquartal angegeben. Die Sportevent-Bereinigung betrifft: BIP, Branche « Kunst, Unterhaltung, Erholung » sowie Dienstleistungsexporte und -importe. Weitere Informationen zur Sportevent-Bereinigung unter www.seco.admin.ch/bip im Reiter « Dokumente ». Nicht Sportevent-bereinigtes BIP-Wachstum: +0,1 % im 4. Quartal 2025 respektive −0,4 % im 3. Quartal 2025.
[3] Warenexporte ohne Wertsachen. Unter Ausschluss des Transithandels fällt der Anstieg der Warenexporte mit +2,6 % stärker aus.
[4] Ohne Wertsachen, nicht Sportevent-bereinigt: +1,3 %.
[5] Nicht Sportevent-bereinigt: −4,0 %.
[6] Saison- und kalenderbereinigt. Gegenüber dem auf Basis des Flash-BIP vom 17. Februar 2026 berechneten Jahreswachstum unverändert.
