Sommerzeit 2026: Die Uhren müssen eine Stunde vorwärts gestellt werden
Bern-Wabern, 24.03.2026 — Am nächsten Sonntag, 29. März 2026 beginnt die Sommerzeit 2026: Um 2.00 Uhr werden in der Schweiz und in den meisten europäischen Ländern die Uhren auf 3.00 Uhr vorgestellt. Dieser spezielle Sonntag umfasst also nur 23 Stunden.
Die jährlich zwei Mal erfolgende Zeitumstellung folgt einer einfachen Regel: Am letzten Sonntag im März werden die Uhren auf Sommerzeit umgestellt und am letzten Sonntag im Oktober bringen wir sie wieder zurück auf Normalzeit (eine «Winterzeit» existiert begrifflich nicht). Die Sommerzeit gilt also in diesem Jahr vom Sonntag, 29. März bis am Sonntag, 25. Oktober.
Das Eidgenössische Institut für Metrologie METAS ist für die Realisierung und Verbreitung der offiziellen Schweizer Zeit zuständig. Zu diesem Zweck betreibt das METAS eine Reihe von verschiedenen Atomuhren, die kontinuierlich miteinander verglichen werden.
Aus den Daten von weltweit rund 350 Atomuhren von über 60 Referenzlaboratorien für Zeitmessung (wozu auch das METAS gehört) ermittelt das Internationale Büro für Mass und Gewicht (Bureau international des poids et mesures, BIPM) in Paris (F) die koordinierte Weltzeit (Coordinated Universal Time, UTC), also die weltweite Referenzzeit, die für alle Zeitzonen der Erde den Takt angibt.
Für die Feinjustierung der Weltzeit spielen zusätzlich höchstgenaue Atomuhren, sogenannte Primärfrequenznormale, eine besondere Rolle. Mithilfe rund eines Dutzends solcher Normale auf der ganzen Welt wird regelmässig die Genauigkeit der Weltzeit sichergestellt. Eine dieser besonderen Atomuhren, die kontinuierliche Schweizer Cäsium-Fontäne (Fontaine Continue Suisse à jet de césium, FoCS-2), befindet sich im METAS. Sie läuft derart genau, dass zwei gleichartige solche Uhren erst nach 30 Millionen Jahren eine einzige Sekunde Unterschied aufweisen würden.
